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Lucky Trimmer 18

Oktober 1, 2012

Also, die nächste Folge von Lucky Trimmer. Nummer 18. Meiner Meinung nach war 17 konzentrierter, in der Zusammenstellung der kleinen Aufführungen einerseits vielseitiger und trotzdem irgendwie geschlossener und von den unterschiedlichen Bewegungsansätzen etwas ernsthafter. Aber irgendwie scheint es unvermeidlich, dass es von Folge zu Folge qualitative Schwankungen gibt und natürlich hat das immer auch etwas mit dem persönlichen Geschmack zu tun. Nichtsdestotrotz gibt es auch in Folge 18 vieles was ziemlich interessant ist und das weniger Interessante ist dann nichtsdestotrotz aufschlussreich, zumindest für mich, weil es ja immer gut ist, zu hinterfragen, warum einem manche Performances besser gefallen als andere.

Aber wieder der Reihe nach:

„What then if about“ von Giacomo della Marina, ein Solo zu einem Musikstück gleichen Namens von Thanos Polymeneas, manchmal frage ich mich ja wie die Tänzer und Choreographen an ihre teilweise höchst obskuren Musikbegleitungen kommen, die Musik ist aber, obgleich nicht gerade Hitmaterial ausgesprochen effektiv und dass mir der Verdacht kommt, das Ding sei vielleicht genau für dieses Solo geschrieben worden mag darauf hindeuten, dass die choreographische und tänzerische Umsetzung ziemlich gut geglückt ist, wenn ich das so gönnerhaft bemerken darf.

Das kleine Solo zeigt meiner Meinung nach die besten Qualitäten von Lucky Trimmer ziemlich beispielhaft, die Performer müssen ohne großes Bühnenbild und irgendwelchen Firlefanz auskommen, haben ihre Körper und ihr Konzept für zehn Minuten und vor allem am Ende von „What then if about“ scheint es mir so zu sein, dass della Marinas Körper wirkt wie ein ganzes Ballettensemble bestehend aus Muskeln, Knochen und Sehnen, die irgendwie seltsam autonom funktionieren, aber nichtsdestotrotz natürlich eine funktionierende Einheit bilden und bilden müssen, wie jeder Körper. Es ist hier zur Abwechslung mal ziemlich gut, dass della Marina mit nacktem Oberkörper agiert, weil es eben, wenn er am Ende vor allem mit dem Rücken zum Publikum wilde Bewegungen, vor allem mit den Armen und dem Kopf ausführt, was ja dann notwendig dazu führt, dass die Muskeln und Knochen des Rückens die dollsten Dinge machen. Ich persönlich mag Tanz ja gern, der sich dermaßen auf den individuellen Körper des Tänzers richtet, bei dem die eigentlichen Bewegungen unter der Haut stattfinden, ich finde das ausgesprochen effektvoll, keine Sprünge, keine abgefahrenenen Pirouetten, nur Muskeln außer Rand und Band. Und wenn della Marina sich dann am Ende umdreht und sein Gesicht mit den Händen umfährt wie irgendetwas seltsam Fremdartiges, das nicht mehr so recht stimmt, dann hat das einen ziemlich durchschlagenden emotionalen Wert, anders gesagt: ich glaube ihm, auch wenn ich nicht genau weiß, was genau ich ihm glaube. Man könnte ein paar hübsche Substantive wie „Verzweiflung“, „Qual“ oder auch so etwas wie „Zur Ruhe kommen“ finden, trifft es aber alles nicht besonders gut und in dem Fall mag ich es mal dabei belassen, dass Sprache hier nicht besser oder klarer ausdrücken kann, was vor sich geht als der Tanz selbst. Vermutlich das beste, was ich über irgendeine Tanzperformance sagen könnte, es geht also gut los.

P’Lays von Sidenie Duret, Jeremy Martinez, Emilie Szikora „Collectif Ès“ aus Frankreich. Die drei werden von Klara Morhain unterstützt. Hm, hm, hm. Also die Performance von „Collectif Ès“ zieht sich mehr oder weniger durch den ganzen Abend. Das Ganze beginnt damit, dass die drei Tanzperformer (die vierte schält Kartoffeln und isst Chips, am Anfang vorm Kassenhäuschen, später etwas abseits auf der Bühne) unten im Raucherhof vor der Kasse ungefähr eine viertel Stunde vor Vorstellungsbeginn sehr langsam anfangen nach oben in die Bar vor dem Festsaal zu laufen, dann in der Bar kurz anfangen, ein bisschen zu tanzen, dann in den Saal laufen und damit gewissermaßen den Einlass einläuten.

Ich bin nicht so ganz sicher, was ich dann von der Performance selbst halte. Das Ganze hat schon etwas sehr eigenes, es gibt ein gewisses Zusammenspiel mit dem Publikum, an das Chips verteilt werden, auf eine Art wird so etwas wie eine Konsumhaltung angesprochen, sagen wir: kritisch angesprochen, einmal jagt eine Performerin mit einer Trillerpfeife die anderen beiden von einer Harakiriperformance zur nächsten. Subtilität ist nicht die große Stärke der Franzosen, trotzdem ist das ganz sympathisch und die drei sind keine schlechten Performer, spielen ihr Ding mutig nach vorn und ein paar Witze sind ganz gut, vielleicht stört mich vor allem, dass sie ein bisschen viel Raum einnehmen an dem Abend und dem Ganzen ein bisschen zu sehr ihren Stempel aufdrücken, aber nun gut, das ist natürlich auch eine Qualität, aber nicht unbedingt meine Form von Theater. Vielleicht fühle ich mich auch auf den Schlips getreten, wenn die Konsumentenhaltung des Kulturverbrauchers persifliert wird, darüber muss ich dann noch ein bisschen nachsinnen. Ich sehe mich selbst natürlich gern als jemanden, der nicht in eine Vorstellung geht und sagt: „na dann zeigt mir mal was für mein Geld und ich will’s dabei gemütlich haben“, vielleicht bin ich aber auch genau so und reagiere deshalb ein bisschen empfindlich. Falls es so ist: touché, falls nicht ist es vielleicht nicht schlecht, mich mit der Frage zu konfrontieren. (aber da ich das jetzt nach Exhibit B fertig schreibe, muss ich natürlich sagen, dass es da sehr viel krassere und effektivere Methoden gibt, mich mit meiner Zuschauerrolle zu konfrontieren)

For Example, a productive day. Solo II. Ein Solo für zwei Tänzerinnen, nämlich Sofia Pintzou (auch die Choreographin) und Anna Athanasiou. Solo für zwei Tänzerinnen ist natürlich schon mal per se interessant und noch interessanter daran ist, dass das tatsächlich so stattfindet. Das Stück ist kurz aber kompliziert und eigentlich müsste man es sich dreimal anschauen, um die Struktur einigermaßen zu kapieren und nicht nur zu ahnen. Die Ahnung ist, dass die zwei Tänzer mehr oder weniger das gleiche oder wenigstens etwas ähnliches in umgekehrter Reihenfolge tanzen. Es gibt schätzungsweise in der Mitte, vielleicht auch etwas später einen Moment, da tauschen sie die Kleidung, da sie genau das gleiche tragen ist das ein seltsames Ritual, normalerweise würde man ja immer vermuten, Kleidertausch auf der Bühne steht für Identitätstausch und das mag einen Hinweis darauf geben, dass die Grundbedingung hier ist, dass zwei Personen die gleiche Identität, oder meinetwegen auch das gleiche „Selbst“ tanzen, auch wenn ich jetzt wieder fahrlässig philosophische Begriffe in den Raum schmeiße. Die Vermutung geht weiter, dass der Grund dafür darin zu finden ist, dass sie fremd gesteuert sind, zumindest trennen sie sich am Ende von einer Art imaginären Faden am Ohr, der sie gesteuert zu haben schien. Ich hätte jetzt natürlich wieder Lust Bezüge zu Julian Jaynes herzustellen, da das am Ohr stattfindet und eine Verbindung direkt ins Hirn zu haben scheint. Das führt dann vielleicht ein bisschen zu weit, wäre aber grundsätzlich möglich. Weitere sich anschließende Fragen wären, inwieweit sich ein Solo für zwei Personen von einem Pas de deux unterscheidet – ich nehme an, das eine ist das genaue Gegenteil des anderen. Während beim Pas de deux zwei unterscheidbare Individuen eine Einheit bilden, wird beim Solo für zwei ein Individuum in zwei gleiche Hälften aufgespalten – bilden aber im Zusammenspiel natürlich auch wieder ein Ganzes. Also vielleicht doch nicht das Gegenteil, sondern eher ein Spiegelbild, das gleiche Spiel aus anderer Perspektive. Vermutlich das ausgeklügeltste und ernsthafteste Stück des Abends und nicht ganz einfach zu durchschauen, ich schreibe gerade ein bisschen auf dünnem Eis darüber, weil ich das, worum es im Stück geht vom Schluss aus rückwirkend rekonstruiert habe. Normalerweise ist dann immer ein zweites Anschauen fällig, aber nun gut, es war die letzte Lucky Trimmer 18 Vorstellung.

You should have seen me von Emma Murray. Da geht es auch um Rekonstruktion, in dem Fall wird eine kleine Abfolge von Handlungen gezeigt, danach beschreibt Murray, was sie glaubt, gerade getan zu haben, wiederholt das einige male und am Ende, hm, am Ende löst sich dann alles irgendwie in „Blowing in the wind“ auf. Das Ende ist ein wenig unbefriedigend, eigentlich folgt die Performance einer Art „Stille Post“ Prinzip, das die Performerin mit sich selbst spielt, wobei Tanz in Sprache übersetzt wird und wieder zurück. Bin aber nicht sicher, ob das wirklich die Idee dahinter ist, weil die Veränderung dann durch gewisse Abweichungen in den Handlungen passiert, während die sprachliche Beschreibung gleich bleibt, was ich erstmal gut finde, nur warum dann „An der schönen blauen Donau“ erklingt und das Ganze noch mal als Walzer gezeigt wird, hat sich mir nicht so recht erschlossen. Müsste ich noch mal drüber nachdenken, aber natürlich gibt es bei Lucky Trimmer immer mächtig viel Input und das drüber nachdenken ist dann nicht immer bei allem in angemessener Weise möglich. Aber es ist keine schlechte Performance.

Wohin! Von Yuko Matsuyama (Musik) und Mercedes del Rosario Appugliese. Ich weiß nicht genau, wie das hier mit der Musik funktioniert, erst hatte ich den Verdacht, dass Yuko Matsuyama etwas singt und spielt, das gleichzeitig aufgezeichnet und gesampelt wird und so entsteht dann ein recht mächtiges Gesangs und Musikwerk zur Tanzperformance von MdRA. Kann sein, dass es auch so ist. Jedenfalls das einzige Stück des Abends mit Livemusik, zwischen den beiden gibt es eine schöne Konzentration, ob der Tanz genau durchchoreographiert ist oder teilweise oder ganz improvisiert, kann ich nicht sagen. Das ganze hat eine angenehme Intensität, mehr Atmosphäre und direkter Ausdruck als ein Konzept, das auf eine bestimmte Aussage hinaus wollte, so erlebe ich das wenigstens.

Falling Man von Thomas Small mit Tom Pritchard als Performer ist da ein bisschen anders, das Stück bezieht sich auf die „Jumpers“ aus dem zusammenbrechenden World Trade Center. Die als Grundlage für eine Tanzperformance zu nehmen finde ich ja erstmal gut, das geschieht aber auf relativ vorhersehbare Art, mit einer ordentlichen Prise Pathos, was meiner Meinung nach die Wirkung eher abschwächt als verstärkt. Sprache spielt wieder eine Rolle und ist hier Hauptpathoslieferant, wobei die Texte an sich nicht schlecht sind, merke aber, dass mir das dezente und weniger deutliche und betroffene von „Wohin!“ im Vergleich besser gefallen hat. Manchmal ist man ja dann doch weniger angerührt, wenn die Absicht der Performer, einen irgendwie emotional zu berühren zu deutlich zu Tage tritt.

Swan Song von Ivan Thorley und Joseph Mercier (Performance). Ach ja. Es gibt mehrere Arten, das Stück zu sehen. Wir hören das Hauptthema von Schwanensee, ein Mann mit alles andere als einem idealen Tänzerkörper, einer Art Badekappe und ziemlich unsexy Unterhose bemüht sich dazu Varianten vom „sterbenden Schwan“ zu tanzen. Ich will jetzt mal meine lehrerhafte Anmerkung, dass der „sterbende Schwan“ nicht direkt etwas mit Schwanensee zu tun hat, außen vor lassen. Letztlich gibt es drei Möglichkeiten, die Performance zu sehen:

  1. Ähnlich wie bei einer Karnevalsveranstaltung, wo dicke, bärtige Männer in Tutus schlecht den Tanz der kleinen Schwäne tanzen, haben wir es mit einer Ballettverarsche zu tun, deren einziger Zweck darin besteht, das Publikum auf Kosten des klassischen Balletts zu belustigen. Für diese Lesart spricht: das Publikum ist amüsiert. Dagegen: am Ende wird ein Fernseher auf die Bühne gebracht, auf dem wir ein paar Ausschnitte aus dem Odette/Siegfried Pas de deux sehen und der Fernseher steht am Ende allein auf der Bühne.
  2. Es handelt sich um einen ernsthaften Versuch, sich mit Schwanensee Motiven auseinander zu setzen und eine glaubhafte Art zu finden, das zu tanzen. Das Lustige mag dann daraus entstehen, dass der Versuch nicht wirklich gelingt. Dagegen spricht: albernes Kostüm, übertriebene Imitation von Motiven aus dem „sterbenden Schwan“, Federn werden in der Gegend rumgeschmissen.
  3. Es handelt sich um eine Antisatire, wenn man es so sieht, dass die Performance selbst misslungene Versuche zeigt, das Thema umzusetzen und dagegen die Fernsehperformance setzt. Dagegen spricht: der gewählte Ausschnitt im Fernsehen hat nichts mit der eigentlichen Performance zu tun, außer dass die Musik auch von Tschaikowsky ist. Als Gegengewicht hätte ich dann Frau Plissetskaya im „Sterbenden Schwan“ mehr geglaubt.

Vielleicht stimmen auch alle drei Sichtweisen gleichzeitig.

Grmpf, auf Ballettverarsche habe ich ja nur sehr selten Lust, weil es so verdammt einfach ist, sich über Ballett lustig zu machen, einfach eine sehr billige, wenn auch effektive Art, die Lacher auf seiner Seite zu haben. Am besten klappt das noch bei „Swan Lake“ von Matthew Bourne und da nur, weil er vielleicht nicht Ballett, dafür aber Schwanensee ernst nimmt und da entsteht der Humor nicht, weil die Männer Schwäne tanzen (im Gegenteil: das ist da sehr ernst gemeint), sondern taucht an ganz anderer Stelle auf.

Manchmal bin ich doch froh über das ernste, gefühlige Pathos, mit dem sagen wir mal Herr Malakhov die Männervariante des „sterbenden Schwan“ tanzt, vielleicht hatte ich aber auch nur einen humorlosen Tag erwischt.

Na schön, ich bin ja Lucky Trimmer sehr zugeneigt, aber ich bin nicht sicher, ob mir die Reihenfolge der gezeigten Stücke diesmal so entgegen kam wie in Folge 17, wo meiner Meinung nach am Ende eben ein recht ernstes Highlight stand. Das war diesmal ein bisschen anders, was auch in Ordnung ist, die Veranstaltungsreihe ist nach wie vor interessant, unterhaltsam und aufschlussreich. Alle die es noch nicht getan haben, mögen bei Facebook auf „like“ drücken, alle die selbst tanzen mögen ihre Tapes an Lucky Trimmer schicken, mal sehen, was dann beim nächsten mal passiert.

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5 Kommentare leave one →
  1. Oktober 3, 2012 1:20 pm

    Die kritische Auseinandersetzung ist für LUCKY TRIMMER ungemein wichtig. Das betrifft die beteiligten Künstler und genauso uns als Veranstalter und Kuratoren. Auch wenn ich persönlich zu einigen der hier angesprochen Themen und Gedanken anderer Meinung bin, war Ihr Blog für mich eine äußerst spannende, amüsante und anregende Lektüre – Kritik in dieser Form ist konstruktiv und regt zum Nachdenken an. Vielen Dank dafür!
    Uwe Kästner
    LUCKY TRIMMER Team

  2. Oktober 3, 2012 8:23 pm

    Vielen Dank, hm, die Frage, wie es überhaupt möglich ist, Kritik zu üben ist für mich gelegentlich überaus schwierig. Am liebsten würde ich das ganz unterlassen, andererseits denke ich, dass etwas kritisch zu betrachten eben auch heißt, es ernst zu nehmen. Es ist aber schwierig, weil man sich selbst gelegentlich etwas arrogant dabei vorkommt und die eigene Sichtweise oft nicht so ohne weiteres von der Stimmung am jeweiligen Abend zu trennen ist, gleichzeitig fühle ich mich natürlich ein bisschen verpflichtet, meine eigenen Eindrücke an dem Abend möglichst ehrlich wiederzugeben, Deshalb mag ich es gern, mir Aufführungen mehrmals anzuschauen, weil ich in der Regel beim zweiten oder dritten mal etwas völlig anderes sehe, als beim ersten mal. Leider ist das nicht immer möglich. was dann oft gegenüber den aufführenden Künstlern unfair ist, aber wie ich diesen gewissen Mangel an Fairness vermeiden kann, außer mehrere Beiträge über die gleiche Aufführung zu verfassen, wenn möglich, habe ich noch nicht rausgefunden. Vielleicht geht es auch nicht…

    • Oktober 3, 2012 8:50 pm

      Das verstehe ich. Aber, eine absolute Wahrheit gibt es nicht und Kritik ist immer auch eine persönliche Angelegenheit. Das sollten Kritiker wie auch Kritisierte nicht vergessen. Entscheidend ist der respektvolle Umgang miteinander und das Wissen, dass es ohne kritische Auseinandersetzung keine Entwicklung geben kann…

      • Oktober 3, 2012 9:13 pm

        Einverstanden- Muss noch ein bisschen darüber nachdenken, inwieweit beispielsweise Vergleiche mit anderen Aufführungen nicht gelegentlich Maßstäbe ansetzen, die unangebracht sind. Möglicherweise ist es beispielsweise nicht unbedingt angemessen „Collectif Ès“ mit Brett Bailey zu vergleichen, ähnliches begegnet mir in sehr viel schwierigerer Art bei Ballerinavergleichen, wo sich die Frage stellt, wie man die individuellen Fähigkeiten einer Tänzerin, die sich auf deutsch gesagt, den Arsch abarbeitet, um die Aufführung dann zu absolvieren, schätzen kann, ohne zu verschweigen, dass es, von anderen getanzt, möglicherweise bessere Varianten der gleichen Aufführung gibt. Für den Zuschauer mag das oft hilfreich sein, für die Tänzerin/den Tänzer möglicherweise aber verletzend und er/sie mag sich da auch missverstanden fühlen. Letztlich ist die wünschenswerte Art Kritik aufzunehmen wohl, das als Anregung zu sehen, mehr zum Eigenen vorzudringen (denn das ist dann eigentlich immer besonders und beeindruckend) und die Kritik muss sich natürlich die Frage stellen, inwieweit sie das ermöglicht oder eher erschwert – was, z.B. das Staatsballett betrifft scheint mir ein sinnloses Einhauen auf Vladimir Malakhov oft wenig hilfreich.

      • Oktober 4, 2012 9:06 pm

        Nachdenken schadet nie ;-). Ich tue mich schwer damit zu beurteilen, was angemessen ist und was nicht. Ich bin einfach froh, wenn ich Menschen treffe, die Selbstzweifel haben und die versuchen, das was sie machen, so gut wie möglich zu machen…

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